Feuer ist eine exotherme Oxidationsreaktion, bei der ein brennbarer Stoff mit Sauerstoff reagiert und dabei Energie in Form von Licht und Wärme freisetzt. Es entsteht, wenn drei Faktoren zusammentreffen: ein brennbarer Stoff, Sauerstoff und eine ausreichend hohe Temperatur – das sogenannte Verbrennungsdreieck.
Die Farbe von Flammen hängt von der Verbrennungstemperatur und den beteiligten chemischen Stoffen ab. Tiefes Rot entsteht bei etwa 800 Grad Celsius, Gelb-Orange bei ca. 1000–1200 Grad, helles Blau bei über 1400 Grad.
Die Beherrschung des Feuers gilt als einer der entscheidenden Schritte der menschlichen Evolution. Feuer ermöglichte es frühen Menschen, sich in kälteren Regionen anzusiedeln, Nahrung zu garen und sich vor Raubtieren zu schützen.
In der Mythologie vieler Kulturen spielt Feuer eine zentrale Rolle. Der griechische Titan Prometheus soll den Menschen das Feuer gestohlen haben. In der zoroastrischen Religion gilt Feuer als heiliges Symbol der Reinheit.
Feuer ist kein Stoff, sondern ein Prozess: die sichtbare Erscheinung einer Verbrennungsreaktion. Das leuchtende Plasma einer Flamme besteht aus angeregten Gasmolekülen und Verbrennungsprodukten.